Internationale Meisterkurse
Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn und Harfe
Musikinsel Rheinau CH
30. Juli - 6. August 2017
Dozenten

Sarah Rumer, Flöte
Sarah Rumer ist seit 2004 Soloflötistin des Orchestre de la Suisse Romande in Genf. Sie studierte an der Musikhochschule Zürich bei Günter Rumpel, später in Wien bei Dieter Flury. Sie gewann die bedeutendsten Schweizer Musikwettbewerbe und Stipendien und wurde bei verschiedenen internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, etwa beim Carl-Nielsen-Wettbewerb in Odense (Dk), beim Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen (D) oder beim Flötenwettbewerb von Kobe (J), wo ihr auch ein Spezialpreis für ihre Mozart-Interpretation zugesprochen wurde. Als Solistin spielte sie u.a. mit dem Ensemble Tokyo, dem Orchestre de Chambre de Genève und mit dem Orchestre de la Suisse Romande unter Marek Janowski und Heinz Holliger. Kammermusikkonzerte in verschiedensten Formationen führten sie unter anderem an die Festivals von Luzern und Verbier. Zunehmende Bedeutung gewinnt in den letzten Jahren ihre Lehrtätigkeit, als Dozentin an der Musikhochschule Luzern, Gründungsmitglied der Meisterkurse Rheinau sowie bei Meisterkursen in Portugal, Japan und Korea. CD-Einspielung mit Werken von Ferdinand Ries für CPO, zahlreiche Rundfunkübertragungen.

www.ovationcy.ch

Pamela Stahel, Flöte / Piccolo
Pamela Stahel wurde in New York geboren, wo sie auch ihre Jugendzeit verbrachte. Mit fünf Jahren erhielt sie Geigenunterricht, später wechselte sie zur Flöte. Ihr Musikstudium absolvierte sie in Pittsburgh bei Bernard Z. Goldberg und schloss mit dem Bachelor of Music ab. Weitere Studien und Meisterkurse führten sie zu namhaften Musikern wie Marcel Moyse & Julius Baker und nach Zürich zu André Jaunet. Sie spielte in verschiedenen amerikanischen Orchestern, u.a. im Pittsburgh Symphony Orchestra oder im Canton & Akron Symphony Orchester, bis sie in der Schweiz Wohnsitz nahm. Als freischaffende Flötistin wirkte sie in Formationen wie dem Zürcher Kammerorchester, dem Tonhalle Orchester Zürich, der Südwestdeutsche Philharmonie oder den Virtuosi di Praga, bis sie Mitglied der Philharmonia Zürich (Orchester der Oper Zürich) wurde. Als Kammermusikerin spielt sie mit mehreren Ensembles wie dem Labyrinth Ensemble, ensemble kontraste, yofin ensemble und der opera nova. Als engagierte Pädagogin wirkt sie als Dozentin für Piccolo und Kammermusik an der Hochschule der Künste Zürich.

Lucas Macias Navarro, Oboe
Lucas Macias ist die Solo-Oboist des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, unter Mariss Jansons und des Lucerne Festival Orchestra.
Geboren 1978 in Valverde del Camino, Spanien, begann er ein Musikstudium im Alter von 9 Jahren am Konservatorium Huelva. 1995 nahm er Unterricht bei T. Indermühle am Konservatorium Zürich. Nach zwei Jahren wurde er in die Solisten-Klasse von Heinz Holliger an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau (Deutschland) aufgenommen. Er schloss sein Studium an der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker und in Genf mit Maurice Bourgue ab.
Er gewann den ersten Preis am Schweizerischen Musikwettbewerb in Riddes (Concours National d'Execution Musicale), am Internationalen Wettbewerb für Oboe „Giuseppe Tomassini“ in Petritoli, Italien sowie am Internationalen Oboenwettbewerb von Tokio im Jahr 2006, organisiert von der Sony Music Foundation. Viele Jahre lang war er Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchester, wo er mit Dirigenten wie P. Boulez, S. Ozawa und Claudio Abbado gespielt hat. Von Claudio Abbado wurde er als Solo-Oboist des Orchestra Mozart in Bologna eingeladen. Er war auch Solooboist im Chamber Orchestra of Europe, in der Accademia Santa Cecilia in Rom oder dem Mahler Chamber Orchestra. Als Solist und Kammermusiker hat er mit Claudio Abbado, Heinz Holliger, Ton Koopman, Till Fellner, Jacques Zoon, Nicolas Chumachenko, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Orchestra Mozart di Bologna, der Camerata Bern, dem Münchner Kammerorchester, dem Scottish Chamber Orchestra und den Moskauer Solisten gespielt.
Seit Oktober 2012 ist Lucas Macias Navarro Professor an der Hochschule für Musik Freiburg.

Bernhard Röthlisberger, Klarinette
Ausbildung bei Thomas Friedli, Antony Pay, Michel Arrignon, Ernesto Molinari (Bassklarinette). Von 1993 bis 2010 war er Mitglied des Luzerner Sinfonieorchesters, seither ist er Soloklarinettist und Bassklarinettist des Berner Symphonieorchesters. Als Solist trat er mit international renommierten Dirigenten wie Jonathan Nott, Reinhard Goebel, Vasily Petrenko, John Neschling oder Mario Venzago auf. Highlights der letzten Jahre waren Konzerte mit Sabine Meyer, Hélène Grimaud und Maximilian Hornung sowie die Aufnahme des Bassklarinettenkonzerts von Othmar Schoeck mit dem Berner Symphonieorchester für Musiques Suisses. Er unterrichtet Bassklarinette und Orchesterstudien an den Musikhochschulen Zürich und Bern.

www.clarinet.ch

Michael von Schönermark , Fagott
wurde 1981 in Berlin geboren. Von seinem 12. Lebensjahr an besuchte er das „Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach“ in Berlin und wurde dort als Jungstudent der „Hochschule für Musik Hanns Eisler  Berlin“ von Prof. Fritz Finsch unterrichtet.
Von 2000 bis 2004 studierte er bei Prof. Klaus Thunemann.
Im Januar 2004 wurde Michael von Schönermark im Alter von nur 22 Jahren Solofagottist des Konzerthausorchesters Berlin. Im August 2015 wechselte in ebendieser Position zum Tonhalle-Orchester Zürich.
Seit 2017 ist er Hauptfach-Dozent für Fagott an der Hochschule Luzern.
Er ist Mitglied des Quadriga Fagottensembles.
Michael von Schönermark wurde 2002 beim „Internationalen Musikwettbewerbs der ARD München“ mit dem Sonderpreis der Theodor Rogler Stiftung ausgezeichnet. 2003 gewann er den Förderpreis des „Schleswig-Holstein-Musikfestivals.
Von 2000 bis 2004 war er Stipendiat der „Studienstiftung des deutschen Volkes“, von 2003 bis 2006 außerdem der Stiftung „Villa Musica“. Nach dem „Deutschen Musikwettbewerb für Solisten“ 2003 in Berlin wurde er als Stipendiat in die „Bundesauswahl Konzerte junger Künstler“ des Deutschen Musikrats aufgenommen.
Als Solist war Michael von Schönermark unter anderem mit dem Konzerthaus Orchester Berlin, dem Münchener Kammerorchester, dem Konzerthaus Kammerorchester und den Thüringer Sinfonikern zu hören. Als Kammermusiker tritt er regelmäßig bei Festivals wie den Schwetzinger Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Davos Festival, dem MDR Musiksommer und dem Festival „Encuentro de Musica y Academia de Santander“ auf.
Seine Einspielung des Fagottkonzertes von Andrzej Panufnik zusammen mit dem Konzerthaus Orchester Berlin unter Lukasz Borowicz erschien 2013 bei cpo. Die CD wurde mit dem ICMA Special Achievement Award 2015 ausgezeichnet.

Olivier Darbellay, Horn
in Bern geboren und aufgewachsen in einer Musikerfamilie studiert er zunächst in seiner Heimatstadt Cello bei Patrick Demenga und Peter Hörr und schliesst zeitgleich seine Hornstudien bei Thomas Müller in Bern und Basel sowie bei Bruno Schneider in Freiburg i. Br. mit Auszeichnung ab. Seit dem Gewinn der Tribune des Jeunes Interprètes 2000 in Lissabon sowie dem Titel als "Soliste de l'an 2000" der frankophonen Radiounion stehen ihm die Türen zu den wichtigen Podien und Festivals in Europa, Nordamerika und Asien offen, an welchen er sowohl als Solist wie auch als Kammermusikpartner namhafter Musikerpersönlichkeiten auftritt.
Seine besonderen Interessen gelten sowohl der historischen Aufführungspraxis auf originalen Instrumenten wie auch dem zeitgenössischen Repertoire- dabei liegt ihm die Zusammenarbeit mit Komponisten wie Holliger, Pauset, Gubler und Darbellay, die alle für ihn geschrieben haben, sehr am Herzen. Er ist Solohornist im Berner Sinfonieorchester sowie im Kammerorchester Basel und im Gstaad Festival Orchestra.
Ergänzend zu seiner Rolle als Interpret hat er in den letzten Jahren eine intensive Tätigkeit als Dozent an den Hochschulen in Luzern und Lausanne sowie bei Meisterkursen an renommierten Hochschulen in Europa, Russland und Asien aufgenommen.

www.olivierdarbellay.com

Anne Bassand, Harfe
Anne Bassand studierte Harfe bei Catherine Eisenhoffer, Marie-Claire Jamet, Susann McDonald, Pierre Jamet und beim Pianisten Györgys Seböks. 1992 war sie Preisträgerin des Internationalen Harfen-Wettbewerbs der USA. Als begeisterte Vertreterin der zeitgenössischen Musik ist sie Mitglied des "Ensemble Contrechamps" in Genf. Zahlreiche Auftritte an internationalen Festvials brachten sie ans Festival der Zukunft in Ernen, die Herbstfestspiele in Paris, ans Festival "Wien Modern", die Festspiele von Witten, an die Tage für Neue Musik Zürich sowie ans Festival Archipel in Genf. Sie unterrichtet Harfe in Musikhochschule Luzern und Kammermusik der Musikhochschule Lausanne.

www.annebassand.com

 
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